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Few-Shot vs. Zero-Shot

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Die richtige Methode für jede Aufgabe

Zero-Shot: Direkt fragen – ohne Beispiel

Bei Zero-Shot gibt man der KI keine Beispiele. Die Aufgabe wird direkt beschrieben – die KI löst sie auf Basis ihres Trainingswissens.

„Fasse diesen Text in drei Sätzen zusammen."
„Übersetze ins Englische: …"
„Erkläre den Begriff VLAN."

Few-Shot: Beispiele mitgeben – Format vorgeben

Bei Few-Shot liefert man ein bis drei Beispiele direkt im Prompt. Die KI erkennt das Muster und wendet es auf die neue Eingabe an.

„Wandle diese Tickettitel ins folgende Format um:
Eingabe: server down → Ausgabe: [KRITISCH] Server nicht erreichbar
Eingabe: printer jams → Ausgabe: [NIEDRIG] Drucker klemmt
Jetzt: pw reset request →"

Vergleich: Gleiches Ziel, zwei Wege

Zero-Shot Kein Beispiel Prompt: „Klassifiziere dieses Support-Ticket."

Ergebnis: KI entscheidet selbst über Kategorie und Format.

Gut für: schnelle, einmalige Aufgaben ohne Formatvorgabe.
Few-Shot Mit Beispielen Prompt: „Klassifiziere wie im Beispiel: [Beispiel 1] [Beispiel 2]"

Ergebnis: Ausgabe folgt exakt dem vorgegebenen Schema.

Gut für: wiederkehrende Aufgaben, konsistente Ergebnisse.

IT-Praxisbeispiel: Tickettitel formatieren

Aufgabe: Support-Tickets sollen einheitlich nach Priorität und Kategorie formatiert werden.

„Formatiere Tickettitel nach diesem Schema:
[PRIORITÄT] Kategorie: Kurzbeschreibung

Beispiel 1: „VPN bricht ab" → [HOCH] Netzwerk: VPN-Verbindung instabil
Beispiel 2: „Drucker druckt nicht" → [NIEDRIG] Hardware: Drucker reagiert nicht

Jetzt formatiere: „Exchange sendet keine Mails seit heute Morgen""

Wann Zero-Shot reicht

Gut geeignet Erklärungen „Was ist ein DNS-Cache?" – klare Frage, keine Formatvorgabe nötig
Gut geeignet Zusammenfassungen „Fasse diesen Text zusammen." – Format ist nebensächlich
Gut geeignet Übersetzungen „Übersetze ins Englische." – eindeutige Aufgabe, kein Muster nötig
Gut geeignet Brainstorming „Nenne 5 Ideen für…" – Kreativität, kein festes Format
Gut geeignet Einmalige Aufgaben Aufgaben, die sich nicht wiederholen – kein Aufwand für Beispiele
Gut geeignet Schnellantworten Einfache Ja/Nein-Fragen, Datum, Berechnung

Wann Few-Shot nötig ist

Nötig Festes Format Wenn Ausgabe in exakt vorgegebenem Schema erscheinen muss
Nötig Klassifikation Kategorien, Labels, Prioritäten – KI braucht Referenz für Skala
Nötig Wiederkehrende Aufgaben Wenn Dutzende ähnliche Eingaben gleich verarbeitet werden sollen
Nötig Domänensprache Firmenspezifische Begriffe oder ungewöhnliche Abkürzungen lernen
Nötig Ton und Stil Wenn bestimmter Schreibstil (formal, knapp, technisch) wichtig ist
Nötig Wenn Zero-Shot schwankt Inkonsistente Ergebnisse bei Wiederholung sind das Signal für Few-Shot

Wie viele Beispiele braucht man?

1–2 Beispiele Reicht meist Für klare, strukturierte Aufgaben mit einfachem Muster.

Beispiel: Ticketformatierung, Überschrift-Stil, Antwortlänge.
3–5 Beispiele Bei Grenzfällen Wenn das Muster Ausnahmen enthält oder Kategorien mehrdeutig sind.

Beispiel: Prioritätseinstufung mit Rand- und Grenzfällen.

Zusammenfassung & Entscheidungsbaum

Ist das Ausgabeformat egal? → Zero-Shot
Ist die Aufgabe einmalig? → Zero-Shot
Brauche ich konsistentes Format? → Few-Shot
Wiederholt sich die Aufgabe? → Few-Shot
Schwanken die Ergebnisse? → Few-Shot
Zero-Shot ist der Startpunkt. Few-Shot ist das Upgrade wenn Konsistenz zählt.
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System-Prompts

Die unsichtbare Schicht hinter jeder KI-Antwort – Grundverhalten dauerhaft steuern