Was ist Künstliche Intelligenz?
KI-Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude oder Microsoft Copilot wurden auf riesigen Textmengen trainiert.
Sie erzeugen Antworten – sie denken nicht, sie berechnen.
- Kein Bewusstsein, kein Verständnis im menschlichen Sinn
- Statistisches Muster: Was folgt wahrscheinlich auf diesen Text?
- Ergebnis: Überzeugend klingende, nützliche Antworten
Die wichtigsten Anbieter
OpenAI
ChatGPT / GPT-4
Der bekannteste Anbieter. Breite Verfügbarkeit.
Anthropic
Claude
Fokus auf Sicherheit und Zuverlässigkeit.
Microsoft
Copilot
Direkt integriert in Microsoft 365.
Google
Gemini
Teil der Google-Workspace-Welt.
Modellgrößen – Wofür was?
Kleine Modelle
Schnell & günstig
Einfache Texte, Zusammenfassungen, schnelle Antworten. Geringe Kosten pro Anfrage.
Große Modelle
Präzise & teuer
Komplexe Analysen, lange Dokumente, strukturierte Ausgaben. Höhere Kosten.
Faustregel: So klein wie möglich, so groß wie nötig.
Was sind Tokens?
Tokens sind die Einheiten, in denen KI-Modelle Text verarbeiten – weder Zeichen noch Wörter.
- 1 Token ≈ 0,75 Wörter (auf Englisch)
- „Künstliche Intelligenz" ≈ 4–5 Tokens
- Kosten entstehen durch Input-Tokens + Output-Tokens
- Kontextfenster = maximale Token-Menge pro Anfrage
Tokens bestimmen den Preis – je größer das Modell, desto teurer pro Token.
Kosten im Überblick
- Abrechnung: pro 1.000 oder 1 Million Tokens
- Input (euer Prompt) ist günstiger als Output (Antwort)
- Kleine Modelle: Bruchteile von Cent pro Anfrage
- Große Modelle: mehrere Cent pro komplexer Anfrage
- Microsoft Copilot in M365: im Abo enthalten (Copilot-Lizenz)
Ein langer, unpräziser Prompt kostet mehr – und liefert oft weniger.
Werkzeuge, die ihr kennen solltet
ChatGPT
Allgemeine Aufgaben, Texte, Recherche, Ideen.
Claude
Strukturierte, längere Dokumente. Hohes Kontextfenster.
Copilot in M365
Word, Excel, Teams – KI direkt im Arbeitskontext.
GitHub Copilot
Programmieraufgaben, Code-Review, Dokumentation.
Grenzen der KI
- Halluzinationen: KI erfindet plausibel klingende, falsche Fakten
- Kein Gedächtnis: jede Session startet von Null
- Kein echtes Wissen: Training bis zu einem Stichtag, danach veraltet
- Keine Prüfung: KI prüft ihre Antworten nicht automatisch
- Kein Urteilsvermögen: KI folgt Anweisungen – auch schlechten
Ergebnisse immer kritisch prüfen – KI ist ein Werkzeug, kein Experte.
Erste Schritte
- Stellt eine Frage – beobachtet die Antwort
- Formuliert die nächste Frage besser
- Probiert verschiedene Formulierungen für dieselbe Aufgabe
- Notiert, was funktioniert – und was nicht
- Teilt gute Prompts mit dem Team
Ausprobieren. Beobachten. Verbessern.
Zusammenfassung
- KI berechnet Antworten – denkt nicht
- Vier große Anbieter: OpenAI, Anthropic, Microsoft, Google
- Modellgröße = Trade-off zwischen Kosten und Präzision
- Tokens bestimmen den Preis
- Grenzen kennen: Halluzinationen, kein Gedächtnis
Nächste Präsentation: Grundstruktur eines guten Prompts – wie ihr KI zuverlässig anweist.
Weiter: Grundstruktur eines guten Prompts →