Was ist Malware?
Sammelbegriff für schädliche Software mit unterschiedlichen Zielen.
- Datendiebstahl, Erpressung, Sabotage oder Spionage
- Verbreitung über Mail, Web, USB oder Schwachstellen
- Der Mensch ist oft das schwächste Glied
Klassische Typen
Virus / Wurm
Virus hängt sich an Dateien; Wurm verbreitet sich selbst über das Netz.
Trojaner
Tarnt sich als nützliches Programm und öffnet die Hintertür.
- Würmer brauchen keinen Nutzer zum Weiterverbreiten
- Trojaner laden oft weitere Schadsoftware nach
Ransomware
Verschlüsselt Daten und erpresst Lösegeld – die derzeit größte Bedrohung für Unternehmen.
- Häufig „Double Extortion“: Verschlüsseln + Daten veröffentlichen
- Bester Schutz: getestete, offline gehaltene Backups
- Schnelle Ausbreitung im flachen Netz → Segmentierung hilft
Spyware & Rootkits
Spyware
Sammelt heimlich Daten (Tastatureingaben, Zugänge).
Rootkit
Nistet sich tief ein und versteckt seine Präsenz.
- Rootkits sind schwer zu entdecken und zu entfernen
- Oft ist Neuaufsetzen die sicherste Lösung
APT
Advanced Persistent Threat – gezielte, langfristige Angriffe.
- Meist gut ausgestattete Gruppen mit klarem Ziel
- Lange unbemerkt im Netz (Monate)
- Kombinieren mehrere Techniken und Zero-Days
Social Engineering
Der Angriff auf den Menschen – Phishing ist der häufigste Einstieg.
- Phishing: gefälschte Mails locken zu Klicks/Eingaben
- Spear-Phishing: gezielt auf Einzelpersonen
- BEC (CEO-Fraud): gefälschte Chef-Anweisung zur Überweisung
Die Angriffskette
Angriffe laufen in Phasen ab – die Kill Chain hilft, sie zu verstehen.
- Erstzugang (Phishing, Schwachstelle)
- Ausführung und Persistenz
- Laterale Bewegung im Netz
- Datenabfluss (Exfiltration) oder Verschlüsselung
Erstmaßnahmen im Vorfall
Bei Ransomware-Verdacht: System isolieren, aber für die Forensik nicht einfach ausschalten.
- Betroffene Systeme vom Netz trennen
- Zugangsdaten zurücksetzen
- IT-Leitung und ggf. Behörden informieren