Systematisch vorgehen
Fehlersuche am besten von unten nach oben durch die Schichten.
Kabel/Link → IP-Konfiguration → Erreichbarkeit → Namensauflösung → Anwendung.
- Erst prüfen, was am wahrscheinlichsten ist
- Ein Schritt nach dem anderen, nicht raten
- Ergebnisse dokumentieren
IP-Konfiguration prüfen
ipconfig /all (Windows) · ip a (Linux)
- Hat das Gerät überhaupt eine gültige IP?
- 169.254.x.x = kein DHCP erreicht (APIPA)
- Gateway und DNS-Server korrekt?
Erreichbarkeit: ping
Prüft, ob ein Ziel antwortet (ICMP).
- Erst Gateway, dann externes Ziel (z. B. 1.1.1.1)
- Zeigt Paketverlust und Laufzeit
- Manche Geräte blocken ICMP – kein Ping ≠ immer offline
Pfad verfolgen: traceroute
tracert (Windows) · traceroute (Linux) zeigt jeden Hop.
- Findet heraus, wo der Weg abbricht
- Zeigt Latenz pro Zwischenstation
- Gut, um Provider- vs. interne Probleme zu trennen
Namensauflösung: nslookup/dig
Prüft, ob DNS funktioniert.
nslookup name / dig name
- Ping-IP klappt, Ping-Name nicht → DNS-Problem
- Anderen DNS-Server testen zum Eingrenzen
Tiefer analysieren
Wireshark
Paket-Mitschnitt – zeigt exakt, was über die Leitung geht.
nmap
Port-/Netzwerk-Scan – welche Hosts/Dienste sind erreichbar?
- Wireshark für schwierige Protokoll-Fehler
- nmap nur in eigenen/autorisierten Netzen
Wireshark-Basics
Capture-Filter begrenzen schon die Aufnahme, Display-Filter die Anzeige – nicht verwechseln.
- Nach IP oder Port filtern
- Den TCP-Handshake (SYN, SYN-ACK, ACK) erkennen
- Retransmissions deuten auf Verluste hin