Was ist ein VPN?
Ein Virtual Private Network baut einen verschlüsselten Tunnel über das Internet.
- Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität
- Verbindet Standorte oder mobile Nutzer sicher
- Als wären entfernte Geräte im selben lokalen Netz
Zwei Einsatzformen
Site-to-Site
Verbindet ganze Standorte dauerhaft (Router/Firewall zu Firewall).
Remote-Access
Einzelner Nutzer/Client verbindet sich ins Firmennetz.
- Site-to-Site: transparent für die Nutzer
- Remote-Access: Client-Software auf dem Endgerät
IPsec
Der klassische Standard, besonders für Site-to-Site.
- Arbeitet auf Layer 3, herstellerübergreifend
- IKE für Schlüsselaustausch, ESP für Verschlüsselung
- Robust, aber komplex in der Konfiguration
OpenVPN
Weit verbreitete Open-Source-Lösung.
- Nutzt TLS/SSL, flexibel bei Ports (auch 443/TCP)
- Kommt gut durch Firewalls und NAT
- Zertifikats- oder Passwort-basiert
WireGuard
Moderner, schlanker Ansatz – wenig Code, hohe Geschwindigkeit.
- Einfache Konfiguration über Schlüsselpaare
- Sehr performant, auch auf schwacher Hardware
- Zunehmend Standard für neue Deployments
Split- vs. Full-Tunnel
Split-Tunnel
Nur Firmenverkehr durch den Tunnel, Rest direkt ins Internet.
Full-Tunnel
Gesamter Verkehr läuft durchs Firmennetz.
- Split: performant, weniger Kontrolle
- Full: mehr Sicherheit/Filterung, mehr Last
VPN-Fehlersuche
Bei IPsec zuerst klären: scheitert es in Phase 1 (Aufbau) oder Phase 2 (Datenkanal)?
- MTU/Fragmentierung als häufige Ursache
- Zeit-Synchronisation und Zertifikatsablauf prüfen
- NAT-Traversal bei NAT auf dem Weg