Warum dynamisch?
Router tauschen Routing-Informationen automatisch aus.
- Reagiert selbstständig auf Ausfälle und neue Netze
- Skaliert dort, wo statische Routen unpraktikabel werden
- Kostet etwas CPU, RAM und Bandbreite
Zwei Grundprinzipien
Distance-Vector
Kennt nur Richtung + Distanz („Hörensagen“). Beispiel: RIP.
Link-State
Jeder kennt die komplette Topologie und rechnet selbst. Beispiel: OSPF.
- Link-State konvergiert schneller und stabiler
- Distance-Vector ist einfacher, aber langsamer
OSPF
Open Shortest Path First – der Standard im Unternehmensnetz.
Link-State-Protokoll, berechnet kürzeste Pfade nach Kosten (Bandbreite).
- Gliederung in Areas für Skalierbarkeit
- Schnelle Konvergenz bei Änderungen
- Offener Standard, herstellerübergreifend
BGP
Border Gateway Protocol – das Routing-Protokoll des Internets.
- Verbindet autonome Systeme (AS) verschiedener Provider
- Pfadvektor: trifft Entscheidungen nach Richtlinien, nicht nur Distanz
- Extrem skalierbar, aber langsam konvergierend
EIGRP
Cisco-Protokoll, Mischform (Advanced Distance-Vector).
- Schnelle Konvergenz durch das DUAL-Verfahren
- Lange proprietär, inzwischen teils offengelegt
- Vor allem in reinen Cisco-Umgebungen
Vergleich
Intern (IGP)
OSPF, EIGRP – innerhalb einer Organisation.
Extern (EGP)
BGP – zwischen Organisationen/Providern.
- Faustregel: OSPF im Haus, BGP nach draußen