Was ist Routing?
Router verbinden verschiedene Netze und leiten Pakete auf Layer 3 weiter.
- Entscheidung anhand der Ziel-IP-Adresse
- Jedes durchquerte Gerät ist ein Hop
- Grundlage für das gesamte Internet
Die Routing-Tabelle
Für jedes Paket sucht der Router den passenden Eintrag – das beste Ziel-Netz.
- Einträge: Zielnetz, nächster Hop, Interface
- Direkt verbundene Netze sind automatisch bekannt
- Der Rest kommt über statische oder dynamische Routen
Statisches Routing
Der Administrator trägt Routen von Hand ein.
- Voll kontrollierbar, kein Protokoll-Overhead
- Aufwändig und fehleranfällig bei vielen Netzen
- Ideal für kleine, stabile Umgebungen
Die Default-Route
0.0.0.0/0 – „alles, was ich sonst nicht kenne, hierhin“ (Richtung Internet).
- Meist zum Provider/Gateway
- Spart unzählige Einzelrouten
- Longest-Prefix-Match: spezifischere Route gewinnt immer
Longest-Prefix-Match
Passen mehrere Routen, gewinnt die mit dem längsten Präfix.
Ziel 10.1.1.5 → 10.1.1.0/24 schlägt 10.0.0.0/8.
- Spezifischer = genauer = bevorzugt
- Default-Route ist die unspezifischste (Länge 0)
Administrative Distanz
Kommen Routen aus verschiedenen Quellen, entscheidet die Vertrauenswürdigkeit.
Niedrig = vertrauenswürdig
Direkt verbunden (0), statisch (1).
Höher
OSPF (110), RIP (120) – wird nachrangig genutzt.
- Erst Longest-Prefix, dann bei Gleichstand die AD
Routing-Troubleshooting
Ein häufiger Fehler: die Hinroute existiert, aber die Rückroute fehlt – Routing braucht beide Richtungen.
- Mit ping und traceroute eingrenzen
- Prüfen, ob das Zielnetz überhaupt bekannt ist
- Default-Route und Gateway kontrollieren