Wozu IP-Adressen?
Jedes Gerät im Netz braucht eine eindeutige logische Adresse (Layer 3).
- Ermöglicht Routing über Netzgrenzen hinweg
- Besteht aus Netz-Anteil und Host-Anteil
- Ergänzt die feste MAC-Adresse (Layer 2)
Aufbau einer IPv4-Adresse
32 Bit, geschrieben als vier Oktette: 192.168.10.25 – jedes Oktett 0–255.
- Die Subnetzmaske trennt Netz von Host
255.255.255.0 = die ersten 24 Bit sind Netz
- Netzadresse (alle Host-Bits 0) und Broadcast (alle 1) sind reserviert
CIDR-Notation
Statt langer Masken schreibt man die Anzahl der Netz-Bits.
192.168.10.0/24 ist gleichbedeutend mit Maske 255.255.255.0.
- /24 → 256 Adressen, davon 254 nutzbar
- /25 → 128, /26 → 64, /27 → 32
- Je größer der Präfix, desto kleiner das Netz
Private Adressbereiche (RFC 1918)
Klasse A
10.0.0.0/8 – große Netze.
Klasse B/C
172.16.0.0/12 · 192.168.0.0/16 – Heim/KMU.
- Nicht im Internet routbar → Übergang per NAT
- Frei intern verwendbar
Subnetting – ein Beispiel
192.168.1.0/24 in vier gleiche Subnetze teilen.
/24 → /26: 2 zusätzliche Netz-Bits = 4 Subnetze à 64 Adressen (62 nutzbar).
- .0–.63 · .64–.127 · .128–.191 · .192–.255
- Jeweils erste = Netz, letzte = Broadcast
- Merke: Blockgröße = 256 − Maskenwert des letzten Oktetts
VLSM
Variable Length Subnet Mask – Subnetze unterschiedlicher Größe.
- Große Netze für viele Hosts, kleine (/30) für Punkt-zu-Punkt-Links
- Spart Adressen gegenüber gleich großen Subnetzen
- Von groß nach klein planen, um Überschneidungen zu vermeiden
IPv6 in Kürze
128 Bit, hexadezimal: 2001:db8::1 – genug Adressen für praktisch alles.
- Kein NAT nötig – globale Adressen für alle Geräte
- Führende Nullen kürzbar,
:: ersetzt einen Null-Block
- Link-Local
fe80::/10 immer vorhanden
Subnetting in der Praxis
Blockgröße = 256 minus Maskenwert im letzten Oktett – damit findest du Netz, erste/letzte Host-Adresse und Broadcast.
- Beispiel /27: Blockgröße 32 → .0, .32, .64 …
- Netzadresse ist die erste, Broadcast die letzte im Block
- Nutzbare Hosts = Adressen minus 2